Berufungs-Interview mit ... Mara Djalayer

Berufung

MARA DJALAYER - Künstlerin

www.aram-und-abra.de - www.facebook.com/AramundAbra

Wer bist du und was ist deine Berufung?

Mein Name ist Mara und ich bin die Künstlerin und Illustratorin hinter Aram und Abra. Ich bin staatlich geprüfte gestaltungstechnische Assistentin im Bereich Grafikdesign. Mit viel Liebe zum Detail fertige ich Illustrationen und Tierportraits und betreibe einen Onlineshop mit meinen Werken.

 

Gemalt habe ich immer schon. Mit 15 Jahren fing ich an unter der Anleitung von Martina Still nachmittags in der Malschule und Galerie ART-IST in Hagen zu arbeiten. Dort gab ich Zeichenunterricht, malte selbst und half bei der Organisation von Ausstellungen. Sowohl bei denen von anderen Künstlern, als auch von eigenen. Ein wenig später verließ ich das Gymnasium, um in Iserlohn die Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin anzutreten. Im Abschlussjahr reichte die Zeit für die Lernerei und Malschule leider nicht, es mussten Prioritäten gesetzt werden und so gab ich die Arbeit bei ART-IST nach fast 5 Jahren schweren Herzens auf.

 

Aus Vernunftsgründen und wider jedem Bauchgefühl begann ich nach Abitur und Ausbildung ein Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Englisch. Sprachen lagen mir immer schon, mit Jugendlichen komme ich gut zurecht, bin Spross einer Lehrerfamilie und mit irgendwas muss man schließlich sein Geld verdienen. Der Frust über diese monumentale Fehlentscheidung wuchs mit jedem Semester. Ebenso wuchs das Engagement und das Interesse für die künstlerischen Arbeiten. Also entschied ich mich gegen das verhasste Studium und machte mich mit meiner Kunst selbständig. Endlich!

 

Der Labelname "Aram und Abra" setzt sich zusammen aus meinem künstlerischen Pseudonym Aram und dem Namen meiner Dobermannhündin Abra, die ihren Job als meine Assistentin sehr ernst nimmt. Sie bringt Lieferungen zur Post, sorgt dafür, dass ich mit meiner Zeichnerei nicht am Schreibtisch festwachse und genügend frische Luft schnappe und inspiriert manch ein Bild.

 

Ich lebe von Tee, Musik und Schokolade. In meiner Freizeit findet man mich auf dem Hundeplatz, wo ich nicht nur meinen eigenen Hund trainiere, sondern auch als Trainerin ehrenamtlich tätig bin. Über mein Schaffen blogge ich auch.

 

Wie fühlt es sich für dich an, deine Berufung zu leben?

Richtig. Es fühlt sich in erster Linie richtig an, beruflich endlich das zu tun, was ich immer schon getan habe und was mir am besten liegt.

 

Das klingt jetzt, als wäre es locker mit links zu erledigen, als Künstlerin selbständig zu sein. Durch vieles muss ich mich jedoch mühsam durchbeißen. So musste ich beispielsweise erst mal ganz banale Dinge lernen, wie Rechnungen zu schreiben. Ich hätte sie hübsch bunt anmalen oder ein Designerstück daraus machen können - über die nötigen Bestandteile einer Rechnung musste ich mich erst informieren. Die Vertragsgestaltung für Illustrationen zusammen mit dem Rechtsanwalt oder der Papierkram zur Gewerbeanmeldung waren ebenfalls Angelegenheiten, die nicht auf meiner Wunschliste standen. Dazu kommt die Arbeit, die kein Ende nimmt. To-do-Listen im Studium waren irgendwann abgearbeitet, Klausuren und Hausarbeiten waren geschrieben und man hatte zwischendurch frei. Ist man selbständig, muss man sich seinen Feierabend selbst einplanen - und sich vor allem daran halten. Die Listen mit zu erledigenden Dingen nehmen nämlich kein Ende mehr und man schreibt auch keine Abschlussklausur und hat danach seine Pflicht erfüllt.

 

Für einen Beruf, dem das "Berufungs-Feeling" fehlt, würde ich wohl niemals diese unermüdliche Motivation, Disziplin und Begeisterung aufbringen wie für Aram und Abra.

 

Welchen Traum hast du dir damit erfüllt?

Den Traum, den wohl jeder hegt: das zu tun, was man wirklich möchte. Ohne dass man sich verbiegen muss oder krampfhaft versucht, sich etwas schönzureden, das einen lediglich frustriert.

 

Wie hast du deine Berufung gefunden?

Wenn man etwas findet, impliziert das ja, dass dieses Etwas vorher nicht da war. Das trifft es bei Aram und Abra jedoch nicht. Fast jedes Kind bekommt Stifte und malt ein wenig. Irgendwann werden dann andere Hobbys gefunden, die Buntstifte und Wachsmalkreiden werden nur noch in der Schule genutzt. Stattdessen sind dann Fußballtraining oder ein Instrument wichtig. Bei mir blieb es von Anfang an immer beim Malen. Natürlich habe auch ich allerlei Hobbys. Ich bin lange geritten, bin oft mit Freunden unterwegs, liebe Musik, betreibe Hundesport und lese unheimlich gerne. Durch die Tätigkeit in der Malschule und Galerie ART-IST und die Ausbildung wurde mir klar, dass die Malerei nicht "nur" eine nette Nebenbeschäftigung ist. Sondern dass ich auch die Disziplin und Ausdauer aufbringen kann, die dazugehört, wenn man sein Hobby zum Beruf machen möchte. Und das wohl eindeutigste Zeichen, dass es sich dabei um eine Berufung handelt: es macht jeden Tag aufs Neue Spaß.

 

Was würdest du heute anders machen, wenn du auf deinem Weg, deine Berufung zu finden, nochmal neu anfangen könntest?

Könnte ich die Zeit um einige Jahre zurück drehen, würde ich auf mein Bauchgefühl hören. Anstatt ach so vernünftig nach dem Abitur ein Studium zu beginnen - weil man das eben so macht und mit irgendwas ja sein Geld verdienen muss - würde mein jüngeres Ich sich schon zu Schulzeiten darüber informieren, wie man von Illustration und Malerei leben kann.

 

Letztendlich möchte ich aber die Zeit gar nicht zurückdrehen. Es geschieht niemals etwas umsonst im Leben. Wäre ich von meiner Vernunftsentscheidung zum Studium nicht mehr und mehr frustriert gewesen, hätte ich nicht jeden Tag deutlicher bemerkt, dass ich den falschen Weg eingeschlagen habe, dann hätte ich vielleicht nie den Schritt gewagt, mich mit meiner Kunst selbständig zu machen. So war also selbst das zu etwas nutze.


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Alles Liebe,

Deine Kerstin

 

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