Nein sagen leicht gemacht

leicht Nein sagen

NEIN. Ein Wörtchen, das vielen nicht leicht über die Lippen kommt. Aus Angst, abgelehnt zu werden, sagen wir lieber Ja, wenn wir eigentlich Nein meinen, und stellen unsere eigenen Bedürfnisse hinten an.

 

Wie es dir leicht gelingt Nein zu sagen, besonders zu deinen Energieräubern, die du mithilfe der Übung in meinem letzten Blogartikel entlarvt hast, möchte ich dir heute zeigen. Damit Nein in Zukunft auch Nein bedeutet. Und nicht ... Vielleicht ... Okay, ich überlege es mir noch ... Na gut, dann halt Ja.

Deshalb fällt ein Nein so schwer

Vier kleine Buchstaben. Eigentlich keine Hexerei. Trotzdem ist Nein eines der schwierigsten Worte. Das liegt daran, dass wir, sobald wir es ausgesprochen haben, meist mit Protesten, gekränkten Mienen oder Überredungsversuchen konfrontiert werden. Ein Nein wird selten einfach so akzeptiert. Und genau das macht es uns so schwer, zu unseren eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu stehen.

 

Wo fällt es dir schwer Nein zu sagen? In welchen Situationen sagst du eher Ja, obwohl du Nein meinst? Welchen Personen gegenüber ruderst du immer wieder zurück und sagst schließlich doch wieder Ja statt Nein? Gibt es vielleicht sogar Dinge, bei denen du dich schwer tust, Nein zu sagen und diese zu entsorgen?

 

Wenn du deine Nein-Momente kennst, dann schau mal, ob sich dahinter ein Muster verbirgt. Sind es immer wieder die gleichen Situationen, Personen und Dinge, bei denen es dir schwer fällt Nein zu sagen und eine Grenze zu ziehen?

 

Ich musste in den letzten Jahren selber auch erst lernen, mich abzugrenzen und Nein zu sagen. Und ich kann dir versichern: kein Meister fällt vom Himmel :-) Doch ich kann dir auch Folgendes versichern: Nein sagen kann richtig geil sein. Und du überlebst die schiefen Blicke und Proteste deines Gegenübers garantiert. Danach wirst du dafür mit einem wahnsinnig tollen Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit belohnt.

Das Ja hinter deinem Nein

Wozu sagst du Ja, wenn du Nein sagst? Häh, wirst du jetzt denken, was ist das für eine Frage? Tatsächlich steckt aber wirklich hinter jedem deiner Neins ein Ja.

 

Nehmen wir mal an, du sagst Nein zu einem Treffen mit einer Bekannten aus der Fraktion "Ewige Jammerer, Nörgler und Dramaqueens". Denn du weißt, dass dich dieses Treffen nur selbst herunterziehen und wahnsinnig viel Energie kosten würde. Wozu sagst du da gleichzeitig Ja? Vielleicht zu einem gemütlichen Abend auf der Couch. Oder zu einem freien Zeitfenster, in dem du dich mit deiner besten Freundin treffen kannst. Oder Laufen gehen. Oder shoppen. Egal was du stattdessen machst, du sagst Ja dazu.

 

Finde hinter jedem deiner Neins das Ja! Wozu sagst du Ja, wenn du den kaputten Drucker endlich entsorgst? Wozu sagst du Ja, wenn du die Kaffeepausen mit der jammernden Kollegin reduzierst? Wozu sagst du Ja, wenn du den anstrengenden Kundenauftrag ablehnst? Deine Jas zu erkennen, wird es dir leichter machen, ein Nein auszusprechen. Denn sie bieten dir dein Warum. Quasi deine ureigene Motivation hinter deinem Nein.

 

Doch wie kannst du nun von einem frustrierten Ja-Sager zu einem konstruktiven Nein-Sager werden?

Ein goldenes Nein oder ein Umsetzungsheldinnen-Nein

Wenn du gerade erst damit anfängst, zu deinen Energieräubern selbstbewusst Nein zu sagen, dann kann dir ein "Goldenes Nein" den Beginn erleichtern. Dabei handelt es sich um ein besonders höfliches, leicht abgeschwächtes Nein. Noch nicht ganz ein klares Nein, aber schon lange nicht mehr ein Ja.

 

Dieses Goldene Nein besteht aus vier Schritten:

  1. Verständnis zeigen: "Ich verstehe, dass ..."
  2. Abgeschwächtes Nein: "Leider ..."
  3. Begründung: "Weil ..."
  4. Alternative anbieten: "Aber ..."

Mit diesem Goldenen Nein sagst du zwar Nein, aber so, dass der andere sich nicht beschweren kann. Durch die Begründung deines Neins und den Vorschlag einer anderen Lösung verhinderst du von vornherein Proteste oder Überredungsversuche. Und genau diese sind es ja, die ein Nein so schwierig machen. Statt frustriert Ja zu sagen, schaffst du es mit dem Goldenen Nein deine eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle zu heben, den anderen aber nicht vor den Kopf zu stoßen.

 

Überlege dir gleich mal, zu welchem Energieräuber du gerne Nein sagen würdest. Wie könnten die vier Sätze des Goldenen Neins dann für dich lauten?

 

Vielleicht hat dich deine Kollegin darum gebeten, eine ihrer Aufgaben mit zu übernehmen, obwohl du noch an deinem eigenen Bericht herumfeilst und dir die Zeit davon rinnt. Dann könnte dein Goldenes Nein wie folgt lauten: "Ich verstehe, dass du derzeit sehr beschäftigt bist und wenig Zeit für diese Aufgabe hast. Leider kann ich sie aber nicht übernehmen, weil ich selber meinen Bericht noch fertig stellen muss. Aber ich kann dir gerne morgen in einer Kaffeepause mein Feedback dazu geben."

 

Hast du so ein Goldenes Nein ein paar Mal ausgesprochen und es kommt dir inzwischen relativ leicht über die Lippen, dann ist es Zeit zum Umsetzungsheldinnen-Nein überzugehen. Dieses besteht nicht aus vier Sätzen, sondern tatsächlich nur aus vier Buchstaben: NEIN. Schlicht und klar. Ohne Erklärungsbedarf. Ohne Alternative. Einfach nur Nein. Denn du weißt, dass es dabei um dich geht. Um dein Leben, deine Bedürfnisse, deine Wünsche. Dass du mit dem Nein gleichzeitig zu dir Ja sagst. Und dieses Ja braucht einfach keine Erklärungen. Und schon gar keine Gewissensbisse.

 

Diese Übungen sind ein Auszug aus meinem Onlinekurs "Durchstarten statt Durchhängen". Wenn sie dir gefallen und geholfen haben (und ich bin mir sicher, das haben sie :-)), dann sichere dir gleich deinen Zugang zum gesamten Kurs und starte mit voller Power zu deinem Ziel durch!

Videokurs Kraft tanken Ziel

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Nein-Sagen!

 

Alles Liebe,

Deine Kerstin

 

P.S.: Sehnst du dich nach einer Gruppe von fabelhaften Frauen, die ebenfalls alle gerade dabei sind, ihre eigenen Träume in die Tat umzusetzen? Die genau wissen, wie du dich fühlst, was dir Angst macht und worüber du dich freust? Die sich gegenseitig unterstützen, Mut machen und inspirieren?

 

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