Lebe weiblich ... beim Essen und Sport

Weiblich leben Essen Sport

Diätpläne, verbotene Lebensmittel, vorgegebene Essenszeiten, Kalorientabellen, Sportprogramme, Kilometerzähler, Muskelkater, Disziplin …

 

Obwohl sich – glaubt man den Titelbildern der Frauenmagazine – die Köpfe von uns Frauen intensiv mit unserer Figur, unserer Ernährung und unseren Bewegungsgewohnheiten beschäftigen (sollen), so tun wir dies alles in der männlichen Energie. Denn all die Pläne Tabellen, Zahlen, Fakten etc., nach denen wir uns dabei richten, sind nicht weiblich. Und auch die Disziplin und der Frust nicht.

 

Wie du in diesen Bereichen wieder weiblich leben kannst, zeige ich dir in diesem Blogartikel.

Pläne als Korsett

Wie ich bereits in meinem letzten Artikel Lebe weiblich … in deinen 4 Wänden beschrieben habe, ist unsere Gesellschaft männlich geprägt. Wir streben alle nach Zielen, erbringen Höchstleistungen, wollen immer höher hinaus und tun dies mit Durchsetzungskraft, Willensstärke, Fokussiertheit, Selbstdisziplin und ausgeklügelten Strategieplänen. All diese männlichen Qualitäten und Fähigkeiten sind perfekt dafür geschaffen, uns ins Tun zu bringen und Großes zu erreichen. Aber wenn du als Frau, sagen wir mal zu 90% in dieser männlichen Energie bist und deine weiblichen Eigenschaften, wie Hingabe, Kreativität, Intuition, Sinnlichkeit, Leichtigkeit, Schöpfungskraft … zu kurz kommen, dann wirst du schnell merken, wie du aus dem Gleichgewicht gerätst. Du wirst immer häufiger erschöpft sein, müde und angestrengt. Deine tollen Träume und Ziele machen auf einmal keinen Spaß mehr. Und du bist frustriert, weil diese unerreichbar scheinen. 

 

Been there, seen that! Als Juristin war ich früher fast ausschließlich in meiner männlichen Energie. Und zwar in allen Lebensbereichen! Auch beim Essen und beim Sport. Nachdem ich als Kind mit Übergewicht zu kämpfen hatte, waren meine jungen Erwachsenenjahre von Diät- und Sportplänen geprägt. Lange durchgehalten habe ich diese nie. Ich bin ein Neuanfang-Junkie. Neue Wohnung, neuer Job, neue Diät …  ich liebe den Kitzel des Beginns. Wenn noch alles möglich ist. Wenn man sich mit Begeisterung in ein neues Thema stürzt. Für eine neue Diät Rezepte studiert, Wochenpläne entwirft, Kalorien berechnet und sich vorstellt, wie die Kilos nach und nach purzeln werden. Doch nach ein paar Wochen haben sich all diese Pläne und Strategien für mich stets wie ein Korsett angefühlt. Ein Korsett, das mich eingeengt und mir die Luft zum Atmen genommen hat. Ich konnte deutlich spüren: Das wurde mir und meinem wahren Wesen überhaupt nicht gerecht.

 

In welches Korsett zwängst du dich gerade?

Nach welchen Vorgaben und Plänen suchst du dir dein Essen aus?

Welchen Strategien folgst du beim Sport?

 

Sicher fallen dir da gleich einige Korsette ein. Verbotene Lebensmittel. Generell oder zu bestimmten Uhrzeiten. Auf der anderen Seite Lebensmittel, die du nicht sonderlich gerne magst, aber trotzdem brav isst, weil sie so gesund sind. Kalorientabellen, an denen du dich orientierst, um die Menge deiner Nahrungsaufnahme zu berechnen. Partys, bei denen du dich wie ein Trauerkloß gefühlt hast, weil du auch so gerne etwas anderes gegessen hättest, als nur jene Sachen, die in deinen Diätplan passten. Sport-Apps, die deine gelaufenen Kilometer und den Kalorienverbrauch messen, und dir regelmäßig ein schlechtes Gewissen machen. Fitnessstudio-Abonnements, die du nur mit großer Überwindung nutzt.

 

All diese Korsette scheinen völlig normal. Jeder hat sie. Keiner stellt sie in Frage. Sondern wir lassen uns brav einengen und wundern uns höchstens, warum wir uns immer unwohler in unserem Körper fühlen. 

 

Würdest du an deinen Korsetten festhalten, wenn ich dir deinen Traumkörper schenke und du diese gar nicht benötigst?

 

Ich finde es ist an der Zeit, alle Korsette zu sprengen. Rund um die Welt soll es einen lauten Knall machen, wenn alle Frauen endlich diese Strategien über Board werfen und wieder in ihre Weiblichkeit kommen. Weiblich zu leben beim Essen und Sport bedeutet vor allem eines: dich nicht mehr im Außen an Plänen zu orientieren, sondern dir wieder selbst vertrauen.

Vertraue dir wieder selbst

Vor ein paar Jahren habe ich selbst meine letzte Diät gemacht. Während meines mehrmonatigen Aufenthaltes in den USA hatte ich 9 Kilo zugenommen. All die leckeren Burger, Cupcakes und Pancakes hatten es sich auf meinen Hüften gemütlich gemacht. Und ich sagte ihnen den Kampf an und stürzte mich in eine neue Diät. Habe ich damit abgenommen? Ja. Hat es mir Spaß gemacht? Nein. Haben die Fettpölsterchen gleich wieder Zuflucht in ihrem alten Zuhause, also meinen Hüften, gesucht, sobald die Diät vorbei war? Oh ja. Kein Ergebnis, das mich zufrieden machte. Also weg mit all den Plänen, Strategien und Kalorientabellen! 

 

Stattdessen habe ich angefangen, meine weiblichen Qualitäten beim Essen einzusetzen:

  • Ich achte auf meinen Körper, wann dieser wirklich hungrig ist und wann er wieder satt ist. Wer hätte gedacht, dass ich mir all die Jahre aus Gewohnheit die 3-fache Nudelmenge gekocht habe, als ich eigentlich benötige, um satt zu sein!
  • Ich wähle mein Essen intuitiv aus. Horche in mich hinein, auf was ich denn wirklich Lust habe und wonach sich mein Körper sehnt. Und nein, das ist nicht immer nur Schokolade und Pizza :-)
  • Ich bereite mir mein Essen mit großer Leidenschaft zu. Zelebriere das Kochen mit all meinen Sinnen und richte mir auch den Tisch schön her.
  • Ich zähle keine Kalorien mehr.
  • Ich zwinge mich nicht etwas zu essen, nur weil es „gesund“ ist.
  • Und ich verbiete mir nichts. Ich esse nicht, um satt zu sein. Ich GÖNNE mir mein Essen. Ohne schlechtes Gewissen, dafür mit ganz viel Genuss.

Und weißt du, was passiert ist? Mein Körper ließ alle für ihn überflüssigen Kilos los und pendelte sich auf seinem Wohlfühlgewicht ein. Das ist bei meinem Körper eine schlanke, aber weiblich weiche Figur. Keine Modelgröße. Aber auch nicht mit zahlreichen Speckröllchen. Und ich esse heute gesünder und ausgewogener, als zu jenen Zeiten, in denen ich ganz in der männlichen Energie meine Diätpläne einhielt.

 

Und genauso sieht auch der weibliche Weg beim Sport aus: Auf dich hören und auf das, was dir gut tut.

  • Zwingst du dich einen gewissen Sport zu machen und würdest stattdessen lieber mal eine andere Sportart ausprobieren?
  • Wo kannst du dich weniger auf zurückgelegte Distanzen und absolvierte Wiederholungen konzentrieren und stattdessen darauf, was deinem Körper gut tun und was dieser braucht?
  • Wie fühlt sich dein Körper beim Sport an? Gerädert mit Muskelkater oder frisch und leicht?
  • Bist du mit all deinen Sinnen dabei, fühlst den Atem, der dich durchströmt, siehst die Blumen am Wegesrand etc., oder absolvierst du dein Training stur wie ein To-Do?
  • Wo kannst du statt Disziplin mehr Spaß in deine Bewegung bringen?

Beim Essen und beim Sport weiblich zu leben geht weg von strikten Plänen und Selbstdisziplin. Und stattdessen hin zu intuitivem Fühlen, was für dich passt, und Genuss. Wenn du dich in diesen Bereichen ganz deiner Intuition und Sinnlichkeit hingibst, wirst du automatisch von der männlichen in die weibliche Energie wechseln und damit auch mehr Leichtigkeit und Freude in dein Leben ziehen. 

 

Nächstes Mal dreht sich hier dann alles um deinen weiblichen Außenauftritt. Wo liegt dieser zwischen Femme fatale und Mauerblümchen?

 

Alles Liebe,

Deine Kerstin

 

P.S.: Möchtest du deine Träume und Ziele in die Tat umsetzen? Aber der Weg dorthin fühlt sich irgendwie mühsam und schwer an? Du willst nicht rund um die Uhr an der Erreichung deiner Ziele arbeiten. Dir graut vor dem "Abarbeiten" deiner To-do-Liste. Und du kriegst einen Anfall, wenn du hörst, dass du einfach mehr Disziplin brauchst.

 

In meiner Facebook-Gruppe Intuitiv, sinnlich & leicht zu deinem Ziel zeige ich dir, wie du deine Ziele auf die weibliche Art erreichst: spielerisch leicht, intuitiv und sinnlich! Komm in deine volle feminine Power und wachse bei der Verwirklichung deiner Träume über dich hinaus!

 

Ich freu mich auf dich und deinen wunderbaren Traum!

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Kommentare: 1
  • #1

    Ellen (Donnerstag, 05 Juli 2018 21:42)

    So ein toller Text.... Danke �